Ins Lateinische übersetzt von Benjamin Gottlob Fischer,
Stuttgart 1822. – 225 S. / dt.-lat.
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Letzte Bearbeitung: 1.7.2007
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Benjamin Gottlob Fischer wurde am 6.7.1769 in Nürtingen als Sohn von Johann Georg Fischer, der Lehrer an der dortigen Lateinschule war, und dessen zweiter Ehefrau Christiane Barbara geb. Fehleisen geboren. Noch bevor er alt genug war, eine öffentliche Schule zu besuchen, brachte ihm sein Vater die Anfangsgründe im Lesen bei. Später besuchte er die örtliche Lateinschule. Ein Mitschüler von ihm war Hölderlin. In der 2. Klasse wurde er von seinem Vater unterrichtet, der in dem Knaben die Liebe zur lateinischen Dichtkunst weckte. Seit 1783 war er Schüler der Klosterschulen von Blaubeuren und Bebenhausen. Im Spätjahr 1787 bezog er das Stift und die Universität Tübingen. Mit ihm studierten dort Hegel, Schelling und sein ehemaliger Mitschüler Hölderlin. Nachdem er 1789 an der philosophischen Fakultät Magister geworden war, begann er mit dem Studium der Theologie. Wegen seiner schlechten Vermögensverhältnisse - sein Vater war 1784, seine Mutter 1789 gestorben - wurde dem Studenten 1791 erlaubt, als Präzeptoratsvikar an der Tübinger Österbergschule zu unterrichten.
1792 verließ er die Universität und wurde Präzeptor in Sulz am Neckar. Im September desselben Jahres heiratete er die Kaufmannstochter Justine Dorothee Breunlin, die ihm im Verlauf ihrer Ehe 14 Kinder schenken sollte. Nachdem er vom Magistrat seiner Vaterstadt einen Ruf auf das Präzeptorat erhalten hatte, ging er 1797 nach Nürtingen. Dort stand er einer dreiklassigen, gutbesuchten Schule vor und hatte sich als Lehrer der 3. Klasse auch um die Landexaminanden zu kümmern. 1807 wurde Fischer 2. Professor am Seminar in Blaubeuren, der Heimatstadt seiner Frau. Schon Ende des Jahres 1810 musste die Familie erneut umziehen. Das Seminar in Blaubeuren wurde aufgelöst und in das abgeschiedene Kloster Schöntal verlegt. In der Schöntaler Zeit machte Fischer die Bekanntschaft des Grafen Joseph v. Berlichingen. Infolge von Umstrukturierungen am Schöntaler Seminar wurde Fischer in den Pfarrdienst entlassen.
In seinem 53. Lebensjahr trat Fischer Anfang 1822 in Plieningen erstmals eine Pfarrstelle an. Infolge einer Reihe harter Schicksalsschläge – in den Jahren 1823 bis 1832 waren seine erste Ehefrau, fünf seiner Kinder und seine zweite Ehefrau Sofie Luise Friderike geb. Scheffer, die er erst im Januar 1830 geheiratet hatte, gestorben – war Fischer rasch gealtert und konnte ohne die Unterstützung eines Vikars die große Pfarrei nicht mehr betreuen. Im Oktober 1834, im Alter von 65 Jahren, ging er mit Johanna Christiane Bischoff noch einmal eine Ehe ein. 1836 musste er sich wegen geschwächter Gedächtniskraft von allen Amtsgeschäften zurückziehen. Später erlitt er einen Schlaganfall, der ihn weiter schwächte. Im März 1843 wurde er in den Ruhestand versetzt und zog in seine Vaterstadt Nürtingen. Dort starb er am 19.11.1846.
Vgl. Max Fischer: Familienbuch der Nachkommen des M. Benjamin Gottlob Fischer (1769–1846), o. O. u. o. J. [gedruckt in Jena; Vorwort vom 1.12.1922].
ANNA ET PULLI. Interprete B. G. Fischer. Halae in libraria Rengeria. 1826 // Hanchen und die Küchlein von A. G. Eberhard. Halle, in der Rengerschen Buchhandlung. 1826.
HERMANN UND DOROTHEA von Goethe. Ins Lateinische übersetzt von M. Benjamin Gottlob Fischer, Professor am K. Seminar zu Schönthal. Stuttgart, in der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1822. // Arminius et Theodora auctore Goethe. Latine vertit M. Benjamin Gottlob Fischer, Professor seminarii Schoenthaliensis. Stuttgardiae, Sumtu Johannis Benedicti Metzleri. 1822. – 225 S.
LOISA. Idyllion tribus eclogis absolutum. Auctore Johanne Henrico Voss. Latine vertit M. Benjamin Gottlob Fischer, Professor seminarii Schoenthaliensis. Stuttgardiae, Sumtu Johannis Benedicti Metzleri. 1820. // Luise. Ein ländliches Gedicht in drey Idyllen von Johann Heinrich Voß. Ins Lateinische übersetzt von M. Benjamin Gottlob Fischer, Professor am K. Seminar zu Schönthal. Stuttgart, In der J. B. Metzler'schen Buchhandlung. 1820. – IV + 283 S.
POETARUM ALIQUOT Germanicorum carmina nonnulla. Latine reddidit M. Benjamin Gottlob Fischer, Professor et ecclesiae Plieningensis pastor. Stuttgardiae, sumtu Johannis Benedicti Metzleri, 1826. – IX + 231 S.
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